Zelt

Die Anforderung an ein Zelt ist in erster Linie: es soll leicht, wasserdicht sein und nicht bei ersten Anzeichen von Wind zusammen fallen.

Worauf muß man achten:

Von einem Einwandzelt möcht ich abraten. Sie sind zwar gegenüber dem Doppeldachzelt leichter (hierin liegt der einzige Vorteil), da das Innenzelt wegfällt. Es verwandelt sich aber schnell über die Nacht zu einer Tropfsteinhöhle.

Beim Zelten im Flachland kann man ein einfaches Kuppelzelt nehmen. Diese Zelte sind nicht so teuer und beinhalten meistens ein Aussenzelt, Innenzelt und Glasfieber Gestänge.

Beim Zelten in den Bergen sollte man nicht auf den Preis schauen und schon ein richtiges Trekking-Zelt kaufen. Es besteht ebenfalls aus einem Außenzelt und Innenzelt, besitzt aber ein robustes und hochwertiges Alugestänge. In den Berge herrschen immer höhere Windgeschwindigkeiten und da soll ja schließlich nicht das Glasfieber-Gestänge brechen und das Zeltdach durchbohren.

Die Außenhülle von den Zelten besteht meistens aus Nylon oder Polyester. Das Innenzelt sollte möglichst nicht aus Baumwolle-Polyester-Mischgewebe bestehen, da sie sehr anfällig gegen Stockflecken und Schimmelbildung anfällig sind. Besser ist, wenn es aus unbeschichtetem Rip-Stop-Nylon besteht, welches verrottungsfest ist, schnell trocknet und wasserdampfdurchlässig ist.

Es sollte möglichst nicht mehr wie 4 Kg wiegen, obwohl das nur eine Rolle spielt, wenn ihr es durch die Gegend tragen müßt.

Ein ganz wichtiger Punkt, wozu ein Zelt nun mal auch da ist, ist die Wasserdichtheit. Das Außenzelt sollte mindestens  1500 mm Wassersäule haben. (das heißt, wenn man das Zelt 1,5m unter Wasser aufstellen würde, würde kein Wasser eindringen). Der Zeltboden sollte mindestens 2000mm Wassersäule haben. Je höher die Werte sind, um so besser ist es. Wenn man zum Beispiel bei einem Billigzelt, auf einer nassen Wiese auf dem Boden kniet, dann merkt man warum diese Werte so wichtig sind.

 

Tips rund ums Zelt:

  • bei Wind sollt man das Zelt zuerst mit den Heringen fest machen und den Eingang entgegen der Windrichtung hinstellen, damit das Zelt nicht zum Segel wird.
  • die Heringe nicht mit Gewalt rein schlagen, lieber eine andere Stelle suchen und die Abspannseile verlängern , wenn nötig. Mit verbogenen Heringen geht es nämlich noch schwerer.
  • öfters für Belüftung sorgen damit Kondenswasser verdunsten kann
  • Zelt immer trocken einpacken oder wenn das nicht möglich ist zu Hause sofort zum trocknen aufhängen. Es besteht die Gefahr der Schimmelbildung bei längerer Lagerung.
  • Zelt vor dem Abbau nicht ausfegen oder abbürsten, ausschütteln schont die Beschichtung

 

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