Marschplanung

Als erstes sollte man sich unbedingt über das Wetter informieren und sich dementsprechend den Rucksack packen. Als zweites ist es nicht schlecht, wenn man seine Route so genau wie möglich planen kann. Hierzu habe ich eine schöne Exceltabelle gefunden, die Ihr euch runterladen könnt. Eine Auswahl von Programmen zu diesem Thema findest du auf meine Downloadseite.

Man kann die voraussichtliche Gehzeit aus der horizontalen Distanz und den Aufstiegs - Höhenmetern berechnen.
Die Gesamtzeit ergibt sich einfach als Summe der Zeit für die Strecke und der Zeit, die man für die Höhenmeter benötigt.

t = t(Strecke) + t(Höhenmeter)

Für die Strecke setzt man eine Geschwindigkeit von ca. 5 km/h an, für die Höhenmeter etwa 400-600 Höhenmeter pro Stunde. In größeren Höhen sollte man diesen Wert allerdings etwas verringern, also über 3000 m auf 300-500 HM/h, über 4000 m auf 250-400 HM/h.

t(Strecke)=Strecke / (5 km/h)

t(Höhenmeter)=Höhenmeter / (500 HM/h)

Sollte man schneller oder langsamer sein, kann man die beiden Parameter nach oben oder nach unten korrigieren und nach ein paar Touren "seine" Werte finden und immer wieder anwenden.
Für den Abstieg zu Fuß nimmt man einfach nur die Strecke.

Um die Berechnung so genau wie möglich zu machen, sollte man die Tour in einzelne Etappen machen und jede Etappe extra berechnen.

Als nächstes sollte man sich über den Zustand der Wanderwege oder über die Gipfel, die man besteigen will, genauestens informieren. Ansonsten kann es böse Überraschungen geben oder sogar lebensgefährlich werden. Dazu gibt es verschiedene Skalen, mit denen die Touren beschrieben werden.

SAC-Schwierigkeitsskala

In SAC-Führern wird die Schwierigkeit der gesamten Tour bewertet. Dabei geht nicht nur die größte Schwierigkeit ein, sondern auch die Dauer der Schwierigkeiten.

B - Bergwanderer: normale Wege.

EB - erfahrener Bergwanderer: teils unwegsames Gelände.

L - leicht: Schwierigkeiten im Fels bis I, oder leichter, praktisch spaltenfreier Gletscher.
Im internationalen Gebrauch F (facile)

WS - wenig schwierig: Fels bis II (einzelne Stellen bis III möglich), Gletscher.
international PD (peu difficile)

ZS - ziemlich schwierig: Fels üblicherweise III, oder Eis ca. 45°, oder entsprechende Schwierigkeiten im Eisbruch.
international AD (assez difficile)

S - schwierig: Fels IV, oder Eis über 50°
international D (difficile)

SS - sehr schwierig: meist Fels V, oder sehr steiles Eis
international TD (très difficile)

AS - äußerst schwierig

UIAA-Skala (Fels)

Die Fels-Skala bewertet die schwierigste im Lauf einer Tour vorkommende Stelle.

I - leicht
Die Zuhilfenahme der Hände ist notwendig, um das Gleichgewicht zu halten. Auch das ist kein Gehgelände mehr.

II - wenig schwierig
Die Hände sind nun auch zur Fortbewegung notwendig. Weniger Geübte sollten am Seil gesichert werden.

III - (ziemlich) schwierig
Beginn eigentlicher "Kletterei": Auch die Reihenfolge der Verwendung von Tritten und Griffen ist wichtig. Seilsicherung ist üblich.

IV - schwierig
Steigerung von III....

V.... - Die höheren Schwierigkeitsgrade sind schwer mit Worten auseinander zuhalten, es wird halt einfach immer schwieriger. Um Schwierigkeiten ab V zu bewältigen, brauchen die meisten Leute regelmäßiges Training.

 

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