Lagerfeuer

Anlegen einer Feuerstelle

Um Waldbrände oder ähnliches zu vermeiden, sollte sich mindesten 30m im Umkreis nichts leicht entflammbares befinden. Achten Sie auf die Windrichtung wegen dem Funkenflug.
Auf Campingplätzen sind meistens schon Feuerstellen vorhanden.
Wenn man unterwegs eine Feuerstelle anlegen muß oder will ("da wo es erlaubt ist"), dann sollte man der Natur zu liebe den Rasen ausstechen und mit der Grasseite auf den Boden legen.

              

Die Feuerstelle muß nun mit einem Ring aus Steinen gesichert werden. Achten Sie darauf das diese trocken sind. Sie könnten bei der Hitze platzen und zu Geschossen werden.

In den Steinring legt man Papier und darauf Reisig. Reisig ist der Abfall und kleines Äste die man von den großen Ästen abhacken kann. Man sollte darauf achten das dies trocken ist. Wenn man kein Reisig hat, kann man auch dünne Holzspäne vom Holz abhacken. Darüber stellt man Äste oder gespaltenes Holz in Form eines Zeltes oder Pyramide auf. (siehe oben) Wobei man innen dünnere Äste und auf der Außenseite das dicke Holz legt. Auf der Windseite läst man einen kleinen Spalt damit man das Feuer auch anzünden kann.

Das Feuer kann nun am Papier angezündet werden. Mit pusten eventuell etwas nachhelfen.

TIPP!

Anstatt mit Papier das Feuer anzuzünden, kann man sich auch einen wirksamen Feuerstarter mit einfachen Mitteln selber machen. Man braucht nur ein Streichholz, Faden und eine Kerze oder Teelicht. Benutzen sie eine Faden aus natürliche Fasern.

Und so stellt man Ihn her:

  1. man nimmt den Faden und und wickelt ihn um das Streichholz herum
  2. Kerzenwachs weich machen
  3. Streichholz mit Faden in den Wachs tauchen oder betropfen bis sich der Faden voll gesogen hat

Dieser Feuerstarter hat noch einen Vorteil dadurch das er in Wachs getaucht ist, ist er vor Feuchtigkeit geschützt. Wenn man ihn benutzen will, vorsichtig den Wachs an der Zündkuppe abkratzen und an der Reibschale anzünden. Ihr solltet es aber trotzdem zu Hause erst mal ausprobieren.

Die Feuerstelle immer mit Wasser löschen. Die Glut kann bis in den Boden gehen. Dann die Asche und die Kohle entfernen und den Rasen an seine Stelle zurücklegen. Man sollte nicht sehen das da ein Feuer gebrannt hat.

Brennholzarten

 

Ahorn

starke Hitzeentwicklung, brennt lange, gut für Kochen

Birke

mittlere Hitzeentwicklung, brennt kurz und hell, einziges Holz welches im nassen Zustand brennt, Rauch reizt nicht die Augen

Buche

starke Hitzeentwicklung, brennt lange und hell, gut für Kochen

Eiche

brennt schwer an weil es ein Hartholz ist, hält aber lange eine gute Glut die sich gut zum Brotbacken eignet

Erle

brennt schnell weg, hat wenig Hitzeentwicklung und fast keine Glut

Esche

brennt schnell weg, hat wenig Hitzeentwicklung und fast keine Glut

Fichte

starke Hitzentwicklung, brennt kurz, russt, versprüht Funken und hat fast keine Glut

Kastanie

brennt schnell weg, hat wenig Hitzeentwicklung, sprüht Funken und fast keine Glut

Kiefer

starke Hitzentwicklung, brennt kurz, russt stark, versprüht Funken und hat fast keine Glut

Linde

brennt schnell weg, hat wenig Hitzeentwicklung und fast keine Glut

Pappel

brennt schnell weg, hat wenig Hitzeentwicklung und fast keine Glut

Tanne

starke Hitzentwicklung, brennt kurz, russt, versprüht Funken und hat fast keine Glut

Weide

brennt schnell weg, hat wenig Hitzeentwicklung und fast keine Glut

Beim Sammeln kann man erkennen ob das Holz trocken ist, wenn sich das Holz warm anfühlt, sich leicht durchbrechen lässt und keine Rinde mehr daran ist. Nasses oder feuchtes Holz ist schwer, lässt sich meist biegen und fühlt sich kalt an. Es sollte am Lagerfeuer vorgetrocknet werden.

 

 

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